Existiert Gott?

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Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater[1] - nun ist die Existenz eines Gottes im heutigen Zeitalter des Atheismus und Agnostizismus nicht mehr so selbstverständlich, wie es vor 2000 Jahren - zur Zeit Jesu in Judäa und Galiläa - war, deshalb diese Untersuchung, was es an Hinweisen auf die Existenz Gottes gibt:

Indizien für die Existenz Gottes

Ursache des Universums

Galaxis[2]

Al-Ghazali war ein mittelalterlicher muslimischer Theologe des zwölften Jahrhunderts aus Persien, dem heutigen Iran. Er war besorgt darüber, dass die muslimischen Philosophen seiner Zeit von der antiken griechischen Philosophie beeinflusst wurden und die Schöpfung des Universums durch Gott leugneten. Nachdem er die Lehren dieser Philosophen gründlich studiert hatte, schrieb Ghazali eine vernichtende Kritik an ihren Ansichten mit dem Titel Die Inkohärenz der Philosophen. In diesem faszinierenden Buch argumentiert er, dass die Idee eines anfangslosen Universums absurd ist. Das Universum muss einen Anfang haben, und da nichts ohne eine Ursache zu existieren beginnt, muss es einen transzendenten Schöpfer des Universums geben.[3]

Ghazali formuliert sein Argument sehr einfach: „Jedes Seiende [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt, hat eine Ursache für seinen Anfang; nun ist die Welt ein Seiendes [engl. being: Etwas, Ding, Wesen], das beginnt; daher besitzt sie eine Ursache für ihren Anfang.“[4]

Das kosmologische Kalam-Argument ist eine moderne Formulierung des kosmologischen Arguments für eine Existenz Gottes. Es ist nach Kalām (mittelalterliche islamische Scholastik) benannt, aus dem seine Schlüsselideen stammen. William Lane Craig war unter anderem mit seinem Werk The Kalām Cosmological Argument (1979)[5] hauptverantwortlich für die Wiederbelebung dieses Arguments:

1. Alles, was anfängt zu existieren, hat eine Ursache.

2. Das Universum hat angefangen zu existieren.

3. Also hat das Universum eine Ursache für seinen Anfang.[6]

Plan des Universums

Thomas von Aquin schrieb in seiner Summe der Theologie (Summa Theologiae) „Einige alte Philosophen meinten, Alles in der Welt geschehe zufällig. Doch das ist unmöglich. Und dies erscheint bereits in den Dingen selber. Denn wir sehen, daß aus den Dingen das, was zum Besten dient, entweder immer folgt oder doch in den meisten Fällen; das könnte jedoch nicht geschehen, wenn nicht durch irgend welche Vorsehung die Dinge zum Guten hin als zu ihrem Zwecke geleitet würden. Die Ordnung selbst also in den Dingen zeigt bereits eine Weltregierung an. So sagt aus Aristoteles Cicero (2. de natura deorum), daß, wenn wir in ein wohlgeordnetes Haus treten, wir aus dieser Ordnung selber erwägen, wie vernünftig der ordnende Besitzer sein muß. Sodann erscheint dies aus der Güte Gottes, welche die Dinge in deren Sein hervorgebracht hat. Denn da es dem besten Wesen entspricht, Bestes hervorzubringen, so würde es der göttlichen Güte wenig entsprechend sein, wenn sie die hervorgebrachten Dinge nicht vollendete. Die Vollendung eines jeden Dinges aber besteht darin, daß es den Zweck erreicht. Sowie es also der göttlichen Güte entspricht, die Dinge hervorzubringen, so entspricht es ihr auch, dieselben ihrem Zwecke entgegenzuführen, d. h. sie zu regieren.“[7] „So kann also etwas Außenstehendes Zweck des All sein, weil es besessen oder weil es dargestellt wird, wie ja jede Kreatur Gott in ihrer Weise ähnlich ist, an Ihm teil hat und Ihn darstellt. III. Allerdings ist ein Zweck des All ein im All selber bestehendes Gut: nämlich die Ordnung.“[8]

Taschenuhr[9]

William Paley schrieb in seiner Natural Theology: „Angenommen, ich stieße beim Überqueren einer Heide mit dem Fuß gegen einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei, so könnte ich vielleicht antworten, dass er trotz allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen habe; auch wäre es vielleicht nicht sehr leicht, die Absurdität dieser Antwort zu zeigen. Angenommen aber, ich hätte eine Uhr auf dem Boden gefunden, und man würde mich fragen, wie die Uhr an diesen Ort gekommen sei, so würde ich kaum an die Antwort denken, die ich zuvor gegeben hatte, dass die Uhr nach allem, was ich wüsste, schon immer dort gelegen haben könnte. Doch warum sollte diese Antwort nicht für die Uhr ebenso gelten wie für den Stein? Warum ist sie im zweiten Fall nicht ebenso zulässig wie im ersten? Aus diesem Grund, und aus keinem andern, daß wir nämlich, wenn wir die Uhr besichtigen, wahrnehmen (was wir bei dem Stein nicht entdecken konnten), daß ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck zusammengesetzt sind, z. B. dass sie so geformt und eingestellt sind, dass sie eine Bewegung erzeugen, und dass diese Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, oder eine andere Größe hätten, als sie sind, oder nach einer anderen Art oder in einer anderen Reihenfolge angeordnet wären, als die, in der sie angeordnet sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine stattgefunden hätte, oder keine, die dem Zweck, dem sie jetzt dient, entsprochen hätte. Wir sehen einen zylindrischen Kasten, der eine gewundene elastische Feder enthält, die sich durch ihr Bestreben, sich zu entspannen, um den Kasten dreht. Als nächstes sehen wir eine biegsame Kette (künstlich hergestellt, um die Biegung zu gewährleisten), die die Wirkung der Feder vom Gehäuse auf die Schnecke überträgt. Dann finden wir eine Reihe von Rädern, deren Zähne ineinander greifen und aneinander anliegen, um die Bewegung von der Schnecke zur Unruh und von der Unruh zum Zeiger zu leiten; und gleichzeitig, durch die Größe und Form dieser Räder diese Bewegung so zu regulieren, dass ein Zeiger durch eine gleichmäßige und gemessene Progression einen bestimmten Raum in einer bestimmten Zeit durchläuft. Wir bemerken, dass die Räder aus Messing sind, um sie vor Rost zu schützen; die Federn aus Stahl, da kein anderes Metall so elastisch ist; dass über dem Zifferblatt der Uhr ein Glas angebracht ist, ein Material, das in keinem anderen Teil des Werks verwendet wird, in dessen Raum aber, wenn es ein anderes als eine transparente Substanz wäre, die Stunde nicht gesehen werden könnte, ohne das Gehäuse zu öffnen. Aus der Beobachtung dieses Mechanismus (es bedarf in der Tat einer Untersuchung des Instruments und vielleicht einiger Vorkenntnisse, um ihn zu erkennen und zu verstehen) - aber wenn er einmal, wie wir gesagt haben, beobachtet und verstanden ist, ist die Schlussfolgerung, wie wir meinen, unvermeidlich, dass die Uhr einen Hersteller gehabt haben muss: dass es zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort einen oder mehrere Kunsthandwerker gegeben haben muss, die sie für den Zweck geformt haben, den sie tatsächlich erfüllen soll; die ihre Konstruktion verstanden und ihren Gebrauch entworfen haben.“[10]

Teleskop[11]

„Jedes Anzeichen von Kunstfertigkeit, jede Äußerung eines Entwurfs, die es in der Uhr gab, gibt es auch in den Werken der Natur; mit dem Unterschied, dass sie auf Seiten der Natur größer und mehr sind, und zwar in einem Maße, das alle Berechnungen übersteigt. Ich meine, dass die Erfindungen der Natur die Erfindungen der Konstruktionskunst an Kompliziertheit, Raffiniertheit und Ausgefallenheit des Mechanismus übertreffen; und noch mehr, wenn möglich, übertreffen sie diese an Anzahl und Vielfalt; dennoch sind sie in einer Vielzahl von Fällen nicht weniger offensichtlich mechanisch, nicht weniger offensichtlich Erfindungen, nicht weniger offensichtlich ihrem Zweck angepasst oder für ihre Aufgabe geeignet, als die vollkommensten Produktionen menschlicher Genialität. Ich kenne keine bessere Methode, ein so umfangreiches Thema einzuführen, als den Vergleich eines einzigen Dings mit einem einzigen Ding, zum Beispiel eines Auges mit einem Fernrohr. Was die Untersuchung des Instruments anbelangt, so gibt es genau denselben Beweis dafür, dass das Auge zum Sehen geschaffen wurde, wie dafür, dass das Fernrohr zur Unterstützung des Sehens geschaffen wurde. Sie beruhen auf denselben Prinzipien; beide sind den Gesetzen angepasst, durch die die Übertragung und Brechung der Lichtstrahlen geregelt werden. Ich spreche nicht von dem Ursprung der Gesetze selbst; aber da diese Gesetze festgelegt sind, ist die Konstruktion in beiden Fällen an sie angepasst.“[12]

Paul Davies schrieb, dass dies eines der machtvollsten Argumente für die Existenz Gottes sei: „Der verwickelte und kunstvolle Aufbau einer Uhr mit ihren genau ineinandergreifenden Teilen ist ein überwältigender Nachweis für einen Plan. Jemand, der noch nie zuvor eine Uhr gesehen hat, würde zu dem Schluß kommen, diesen Mechanismus habe ein intelligenter Mensch auf einen bestimmten Zweck hin entworfen. Paley argumentierte weiter, daß das Universum in seinem Aufbau und seiner Komplexität einer Uhr ähnelt - wenn auch in weit größerem Maßstab. Daher, meint er, müsse es sicherlich einen kosmischen Planer geben, der die Welt auf diese Weise zu einem Zweck angeordnet hat: »Die Erfindungen der Natur übertreffen die der menschlichen Kunstfertigkeit darin, daß ihr Mechanismus weit komplexer, feiner und wunderbarer ist.«[13][14]

„Das Universum weist ein erstaunliches Maß an Intelligenz auf, sowohl in den Dingen, die wir beobachten, als auch in der Art und Weise, wie sich diese Dinge zu anderen außerhalb ihrer selbst verhalten. Das heißt, die Art und Weise, wie sie existieren und zusammenleben, weist eine komplizierte und schöne Ordnung und Regelmäßigkeit auf, die selbst den zufälligsten Beobachter mit Staunen erfüllt. In der Natur ist es normal, dass viele verschiedene Lebewesen zusammenarbeiten, um den gleichen wertvollen Zweck zu erreichen - zum Beispiel arbeiten die Organe im Körper für unser Leben und unsere Gesundheit. [...] Ein einzelnes Eiweißmolekül ist ein Ding von ungeheuer beeindruckender Ordnung; eine einzelne Zelle noch viel mehr; und ein Organ wie das Auge, wo geordnete Teile von enormer und filigraner Komplexität mit unzähligen anderen zusammenarbeiten, um ein einziges bestimmtes Ziel zu erreichen, noch viel mehr. Selbst chemische Elemente sind so geordnet, dass sie sich auf bestimmte Weise und unter bestimmten Bedingungen mit anderen Elementen verbinden.“[15]

Richard Swinburne: „Die Existenz einer Ordnung im Universum steigert die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es einen Gott gibt, beträchtlich.“[16]

=> Wenn es einen Plan für das Universum gibt, der durch die Ordnung im Universum sichtbar wird, macht das eine Schöpfung durch Gott plausibel.

Feinabstimmung des Universums

Universum[17]

Paul Davies, Physiker, schrieb, dass es bemerkenswert sei, [...] „die großmaßstäbliche Strukturierung und Bewegung des Universums. Seine gesamte Schwerkraft wirkt der Ausdehnung entgegen und sorgt dafür, daß diese sich im Lauf der Zeit verlangsamt. Da sie in der Urphase weit schneller vor sich ging als heute, ist das Universum Ergebnis eines Wettstreits zwischen der Explosivkraft des Urknalls und der Schwerkraft, die versucht, die Teile wieder zusammenzuziehen. In neuerer Zeit ist Astrophysikern klar geworden, wie fein ausgewogen dieser Wettstreit der Kräfte ist. Wäre der Urknall schwächer ausgefallen, wäre der Kosmos schon bald wieder in einem großen Zerfall in sich zusammengesunken. Wäre er andererseits stärker gewesen, hätte sich das kosmische Material so rasch ausgebreitet, daß keine Galaxien entstanden wären. So oder so scheint die beobachtete Struktur des Universums empfindlich davon abzuhängen, daß die Heftigkeit der Explosion genau der Gravitationskraft entspricht. Wie hoch die Empfindlichkeit ist, läßt sich durch Berechnung zeigen. Zur sogenannten Planck-Zeit – 10-43 Sekunden, der früheste Augenblick, zu dem der Begriff von Raum und Zeit eine Bedeutung hat - entsprach die Anpassung dem sinnenverwirrenden Wert von 1:160. Das heißt, wäre die Kraft der Explosion zu Beginn auch nur um ein 1060stel vom tatsächlichen Wert abgewichen, würde das Universum, das wir jetzt wahrnehmen, nicht existieren. Um diese Zahlen mit Bedeutung zu füllen, stellen Sie sich einmal vor, Sie wollten eine Kugel auf einen Zielkreis mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern abfeuern, der sich auf der entgegengesetzten Seite des beobachtbaren Universums befindet, also zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt. Dafür müßte Ihre Zielgenauigkeit eben diesen Wert von 1:1060 haben. Einmal von der Genauigkeit dieser Gesamtanpassung abgesehen, ist noch zu erklären, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gleichförmigkeit des Universums kommt, sowohl was die Verteilung der Materie betrifft wie auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit. Bei den meisten Explosionen geht es chaotisch zu, und man sollte erwarten, daß es bei der Heftigkeit des Urknalls hier und da Abweichungen gegeben hätte. Das aber war nicht der Fall. Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums in unserer eigenen kosmischen Umgebung ist dieselbe wie auf der anderen Seite des Universums.“[18] „Sofern der Urzustand willkürlich herausgegriffen wurde, dürften höchstwahrscheinlich beim Urknall eher Schwarze Löcher heraufbefördert worden sein als verteiltes Gas. Die gegenwärtige Anordnung von Materie und Energie, bei der die Materie in vergleichsweise geringer Dichte weithin in Gestalt von Sternen und Gaswolken verteilt ist, ergibt sich offenbar lediglich aus einer ganz besonderen Konstellation der Anfangsbedingungen. Roger Penrose hat berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein zufälliges Entstehen des von uns beobachteten Universums wäre, wenn wir davon ausgehen, daß ein aus Schwarzen Löchern bestehender Kosmos a priori weit wahrscheinlicher ist. Er schätzt die Unwahrscheinlichkeit auf 101030[19] zu 1.[20][21] „Sterne werden durch Schwerkraft zusammengehalten, und die Stärke der Gravitationskraft trägt dazu bei, Werte wie den Druck innerhalb des Sterns festzulegen. Auf der anderen Seite entströmt dem Stern durch elektromagnetische Strahlung Energie. Das Wechselspiel dieser beiden Kräfte ist zwar kompliziert, wird aber recht gut verstanden. Schwere Sterne sind heller und heißer und können ohne Schwierigkeit die in ihrem Kern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärmestrahlung an die Oberfläche transportieren. Leichte Sterne hingegen sind kühler und ihr Inneres kann sich der Energie nicht schnell genug allein mit Hilfe der Strahlung entledigen: hier muß die Konvektion helfend eingreifen; sie sorgt dafür, daß die der Oberfläche nahen Schichten kochen. Diese beiden Arten von Sternen - heiße strahlende und kühle konvektive - kennt man als Weiße Riesen und Rote Zwerge. Sie stecken einen sehr schmalen Bereich stellarer Massen ab. Zufällig ist das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb von Sternen so, daß nahezu alle Sterne in diesem sehr schmalen Bereich zwischen den Weißen Riesen und den Roten Zwergen liegen. Allerdings hat Brandon Carter darauf hingewiesen, daß dieser glückliche Umstand ausschließlich das Ergebnis einer bemerkenswerten, zufälligen numerischen Übereinstimmung zwischen den Grundkonstanten der Natur ist. Beispielsweise würde eine Änderung der Größenordnung der Gravitationskraft um lediglich 1 : 1040 genügen, diese zufällige numerische Übereinstimmung aus dem Gleichgewicht zu bringen. In einer solchen Welt wären dann alle Sterne entweder Weiße Riesen oder Rote Zwerge. Sterne wie die Sonne gäbe es nicht und, könnte man daraus folgern, auch kein Leben von der Art, das auf solche Sterne wie unsere Sonne angewiesen ist.“[22]

„Konstanten wie die Lichtgeschwindigkeit, die Gravitationskonstante oder die Stärke der schwachen und starken Kernkräfte müssen alle ziemlich genau so beschaffen sein, wie sie sind, damit organisches Leben überhaupt möglich ist. Sie können sich das wie bei einem Zahlenschloss vorstellen: Alle Zahlen müssen genau richtig eingestellt sein, damit das Schloss aufgeht. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle diese Zahnräder gleichzeitig so eingestellt sind, dass Leben entstehen kann, liegt bei etwa 1:10 -100 Unter allen möglichen Konstellationen gab es nur eine unter Abermilliarden, die auf dem Planeten hätte Leben hervorbringen können.“[23]

„Damit es zu organischem Leben kommen kann, müssen die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten und Konstanten der Physik - z. B. die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraft, die starke und die schwache Kernkraft - sämtlich Werte haben, die innerhalb extrem enger Toleranzgrenzen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die perfekte „Einstellung“ dieser Werte ein Produkt des Zufalls ist, ist so winzig, dass man sie statistisch vernachlässigen kann. Wieder formuliert [Francis] Collins[24] es treffend:

Wenn man sich das Universum aus der Perspektive des Wissenschaftlers anschaut, macht es den Eindruck, als ob es wusste, dass wir kommen würden. Es gibt 15 Konstanten — die Schwerkraftkonstante, diverse Konstanten der starken und schwachen nuklearen Kraft etc. —, die präzise Werte haben. Wenn auch nur eine dieser Konstanten auch nur um ein Millionstel (in manchen Fällen um ein Millionstel Millionstel) von diesem Wert abweichen würde, hätte das Universum nicht den Punkt erreicht, an dem wir heute stehen. Die Materie hätte sich nicht verdichten können, es gäbe keine Galaxien, Sterne, Planeten oder Menschen.[25]

Manche Forscher sagen, dass es gerade so sei, als ob ein Ingenieur eine hoch komplizierte Maschine bei allen möglichen Messwerten auf extrem enge Toleranzen einstellen müsse. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies durch Zufall geschehen sein kann.“[26]

„Die Position der Erde, ihre Zusammensetzung, ihre Struktur, ihre Atmosphäre, ihre Temperatur, ihre innere Dynamik und ihre vielen ausgeklügelten Zyklen, die für Leben entscheidend sind — der Kohlenstoffkreislauf, der Sauerstoffkreislauf, der Stickstoffkreislauf, der Phosphorkreislauf, der Schwefelkreislauf, der Kalziumkreislauf und weiter —, zeugen von dem Ausmaß, in dem unser Planet fein abgestimmt und auf einem unglaublich schmalen Grat genau ausbalanciert ist. Zu Beginn ihres einflussreichen Lehrbuches Earth beschreiben Frank Press von der Nationalen Akademie der Wissenschaften und - Raymond Siever von der Universität Harvard das, was sie als „die Einzigartigkeit des Planeten Erde“ bezeichnen. Sie gehen darauf ein, wie die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlung ausfiltert, während sie mit den Ozeanen zusammenwirkt, um das Klima durch das Speichern und Umverteilen von Sonnenenergie zu mäßigen, und wie die Erde exakt groß genug ist, dass ihre Schwerkraft die Atmosphäre anzieht, aber auch exakt klein genug, um nicht zu viele schädliche Gase zu halten. Dann beschreiben sie das Erdinnere als:

„[...] eine gigantische, aber fein ausbalancierte Heizung, die durch Radioaktivität angetrieben wird. [...] Liefe sie langsamer, [...] hätten sich vielleicht Kontinente nicht in ihrer derzeitigen Form gebildet, [...] Eisen wäre nie geschmolzen und befände sich nicht im flüssigen Kern, und es hätte sich nie das Magnetfeld entwickelt. [-..] Wenn es mehr radioaktiven Treibstoff und dadurch einen schneller laufenden Motor gegeben hätte, hätte Vulkanstaub die Sonne verdunkelt, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und die Oberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet gewesen.“[27]

[...] Press und Siever staunen zwar über die Erde als „einen ganz besonderen Ort“, erwähnen aber nicht die Möglichkeit, dass sie vielleicht bewusst geplant wurde.“[28]

Prof. Dr. Peter C. Hägele von der Abteilung für Angewandte Physik, an der Universität Ulm beschäftigte sich innerhalb eines Kolloquiums für Physiklehrer am 11. Nov. 2003 mit dem kosmologischen anthropischen Prinzip zur merkwürdigen Feinabstimmung der Naturkonstanten.[29] Er zitiert abschließend Hans-Peter Dürr: „Die meisten Physiker sind religiöse Menschen, aber das methodische Vorgehen verlangt, dass auch die letzte Spur von Religiosität getilgt wird, wenn man Arbeiten aufschreibt, weil das sonst nicht beweisbar ist und dann als Ideologie gilt. Aber wenn man auf die Beweisbarkeit pocht, kann man keine wichtige Aussage mehr machen.“ und Wolfhart Pannenberg: „So wenig diese Thesen [des Anthropischen Prinzips] einen spezifisch physikalischen Erklärungswert beanspruchen können, so eindrucksvoll haben sie doch herausgearbeitet, dass das Universum de facto so eingerichtet ist, dass es den Bedingungen für die Hervorbringung intelligenter Wesen genügt. Theologische Interpretation darf über diese Feststellung hinausgehen zu der Aussage, dass sich in diesem Sachverhalt die auf die Inkarnation des göttlichen Logos bezogene Ökonomie des göttlichen Schöpfungswerkes bekundet.“

Paul Davies: Man könnte „die zufälligen numerischen Übereinstimmungen als Hinweis auf eine Absicht deuten. Die feine Abstimmung bei den Werten der Konstanten, die erforderlich sind, damit die verschiedenen Zweige der Physik in so glücklicher Weise zueinander passen, wäre auf Gott zurückführbar. Man kann sich nur schwer dem Eindruck verschließen, daß die gegenwärtige, wie es scheint, einer auch nur geringfügigen Veränderung der Zahlenwerte gegenüber so empfindliche Struktur des Universums das Ergebnis ziemlich aufwendigen Nachdenkens ist. Da eine solche Schlußfolgerung allerdings nur subjektiv sein kann, läuft das Ganze letztlich auf eine Glaubensfrage hinaus. Ist es leichter, an einen kosmischen Planer zu glauben als an die Vielzahl von Universen, die nötig ist, damit das schwache anthropische Prinzip zu wirken vermag? Es läßt sich nur schwer erkennen, wie sich die eine oder die andere dieser Hypothesen je im strengen naturwissenschaftlichen Sinn überprüfen ließe. Wie schon im vorigen Kapitel angemerkt, muß die mögliche Existenz der anderen Universen, wenn wir sie nicht aufzusuchen oder unmittelbar zu erfahren vermögen, ebensosehr eine Glaubensfrage bleiben wie die Annahme eines Gottes. Vielleicht führen künftige Entwicklungen in der Naturwissenschaft zu unmittelbareren Nachweisen für die Existenz anderer Universen, doch bis es soweit ist, muß das allem Anschein nach wunderbare Zusammentreffen numerischer Werte, die die Natur ihren Grundkonstanten beigeordnet hat, der zwingendste Nachweis dafür bleiben, daß Planung in den Aufbau des Kosmos hineinspielt.“[30]

=> Ein Universum, das mit genau abgestimmten, das Leben ermöglichenden, Naturkonstanten versehen ist, passt besser zu einem Leben planenden Schöpfer als zu ungerichtetem Zufall.

Gesetzmäßigkeit der Natur

Wassertropfen[31]

Der Physiker Paul Davies schrieb: „Naturwissenschaft ist nur möglich, weil wir in einem geordneten Universum leben, das einfach mathematischen Gesetzen gehorcht. Aufgabe des Naturwissenschaftlers ist es, die Ordnung in der Natur zu untersuchen, zu katalogisieren und darüber zu berichten, nicht aber ihren Ursprung in Frage zu stellen. [...] Daß das Universum geordnet ist, scheint selbstverständlich. Wohin auch immer wir sehen, von den weit entfernten Galaxien bis in die tiefsten Winkel des Atoms, überall begegnen wir einer Regelmäßigkeit und einer verwickelten Organisation. Wir beobachten an keiner Stelle Materie oder Energie, die in ungeordneter Weise verteilt ist. Statt dessen finden sie sich in einer Strukturenhierarchie: Atome und Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Planetensysteme, Sternhaufen und so weiter. Darüber hinaus ist das Verhalten physikalischer Systeme nicht willkürlich, sondern gesetzmäßig und systematisch. Naturwissenschaftler erfaßt häufig Ehrfurcht und Staunen angesichts der vollendeten Schönheit und Eleganz der Natur.”[32]

Der Nobelpreisträger Eugene Wigner staunte über die Tatsache, dass sich die Physik so gut mit der Mathematik beschreiben lässt: „Der erste Punkt ist, dass der enorme Nutzen der Mathematik in den Naturwissenschaften an das Geheimnisvolle grenzt und dass es dafür keine rationale Erklärung gibt. Zweitens wirft gerade diese unheimliche Nützlichkeit der mathematischen Konzepte die Frage nach der Einzigartigkeit unserer physikalischen Theorien auf. Um den ersten Punkt, nämlich dass die Mathematik in der Physik eine unangemessen wichtige Rolle spielt, zu begründen, ist es sinnvoll, einige Worte zur Frage "Was ist Mathematik?" zu sagen, dann "Was ist Physik?", dann, wie die Mathematik in physikalische Theorien eingeht, und schließlich, warum der Erfolg der Mathematik in ihrer Rolle in der Physik so verblüffend erscheint.”[33] „Das Wunder der Angemessenheit der Sprache der Mathematik für die Formulierung der Gesetze der Physik ist ein wunderbares Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen.”[34]

„Aber es gibt etwas an der Natur, das noch viel erstaunlicher und unerklärlicher ist als ihr planmäßiges Zustandekommen. Alles wissenschaftliche, induktive Denken gründet in der Annahme der Regel- und Gesetzmäßigkeit der Natur. Wir gehen davon aus, dass Wasser nicht nur heute, sondern auch morgen bei einer bestimmten Temperatur zu kochen beginnt. Damit haben wie uns der Methode der Induktion bedient: Aus der Beobachtung bestimmter Einzelfälle schließen wir allgemein auf alle Fälle dieser Art. Ohne induktives Denken könnten wir nicht aus Erfahrung lernen, keine Sprache benutzen, uns nicht auf unser Gedächtnis verlassen. Die meisten Menschen finden das nicht weiter aufregend. Nicht so die Philosophen! David Hume und Bertrand Russell fanden es als gut säkulare Denker höchst beunruhigend, dass wir keinen Schimmer haben, warum die Natur sich heute gesetzmäßig so verhält, wie sie es tut, und nicht den geringsten rationalen Grund haben, anzunehmen, dass sie das auch morgen noch tun wird. Jemandem, der darauf einwendet: „Nun, in der Vergangenheit ist die Zukunft noch nie anders gewesen als die Vergangenheit es war“, würden Hume und Russell erwidern, dass er damit eben das voraussetzt, was er beweisen will. Anders ausgedrückt: Die Wissenschaft kann die fortdauernde Gesetzmäßigkeit der Natur nicht beweisen, sie kann nur als Glaubenssatz davon ausgehen.“[35]

=> Die mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeit der Natur passt besser zu einem Gesetze erschaffenden Gott als zu einem Zufall, der keine Gesetzmäßigkeiten kennt.

Ursprung des Lebens

DNA[36]

„Der Ursprung des Lebens bleibt eines der großen naturwissenschaftlichen Geheimnisse. Die ungelöste zentrale Frage dabei ist das Schwellenproblem. Erst wenn organische Moleküle eine bestimmte Stufe der Komplexität erreicht haben, können sie als »lebend« in dem Sinn angesehen werden, daß sie eine große Menge Information in stabiler Form kodieren und nicht nur die Fähigkeit zeigen, die Konstruktionszeichnung für die Fortpflanzung aufzubewahren, sondern auch die Mittel zu ihrer Durchführung zu besitzen. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, wie gewöhnliche physikalische und chemische Prozesse ohne Mithilfe einer übernatürlichen Kraft diese Schwelle zu überwinden vermocht haben.“[37]

„Wenn man als Naturwissenschaftler herausfinden will, wie Leben entstanden ist, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Leben überhaupt ausmacht. Was muss erklärt werden?! Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Wir haben zwar alle eine intuitive Vorstellung davon, was lebendig ist und was nicht - aber eine allgemeingültige Definition von Leben ist noch niemandem geglückt. Trotzdem können wir sagen, was für Leben typisch ist, was also zum Leben dazugehört. Auch für die einfachsten Lebewesen - einzellige Formen - gilt: Gegen ihre Umgebung sind sie durch eine Zellhülle abgegrenzt. Dabei lassen sie aber nützliche Stoffe in die Zelle hinein und geben „Abfall“ ab. Sie können sich vermehren. Weiterhin können sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Inneren ihrer Zellen beinhalten sie ein hochgradig effizientes System der Informationsverarbeitung. Außerdem können sie viele Störungen ausgleichen - sie sind robust und haben Mechanismen der Selbstreparatur. Das alles ist nur möglich, weil die Lebewesen aus ganz bestimmten molekularen Bausteinen bestehen. Ihr Zusammenwirken ist überaus fein abgestimmt und präzise reguliert. Wenn man erklären will, wie erste einfache Lebewesen entstanden sein könnten, muss man berücksichtigen, was wir über die einfachsten, heute existierenden Lebewesen wissen. So „einfach“ sind sie nämlich gar nicht. Nach heutigem Wissen sind mindestens 300 Gene für einen Mikroorganismus zum Überleben nötig. Die Information dieser Gene wird in Proteine übersetzt, die den Grundbetrieb der Zelle ermöglichen: Aufbau des genetischen Materials, Energiestoffwechsel, Aufbau der Zellwand, Aufbau verschiedener lebensnotwendiger Stoffe und anderes. Dabei ist die Zelle nicht nur ein Sack, in dem diese verschiedenen Stoffe einfach aufbewahrt werden. Alles das muss aufeinander abgestimmt sein und auch auf ein Ziel hin zusammenwirken können. Dazu sind vielfältige Steuermechanismen nötig. Selbst einfachste Zellen kann man daher als eine Art „chemischen Computer“ betrachten. In der Zellhülle müssen spezielle Kanäle und Transportsysteme eingebaut sein, damit der Einlass von nützlichen Stoffen und die Abgabe schädlicher Stoffe korrekt erfolgen können. Diese „Schleusen“ müssen daher auch in der Lage sein, nützliche und schädliche Stoffe als solche zu erkennen. Ganz wichtig: Alles das ist nicht „einfach“, sondern sehr anspruchsvoll. Außerdem müssen alle diese Dinge von Anfang an vorhanden sein. Andernfalls wäre die Zelle nicht lebensfähig. Vorstufen würden zugrunde gehen und die Zellen könnten sich auch nicht vermehren.“[38] „Immer haben wir es mit Wechselwirkungen zwischen Teilen zu tun, die hochkomplex und vielfach aufeinander abgestimmt sind. Sie funktionieren im Wesentlichen nur nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“. Es ist also nicht so, dass wir einfach nicht wüssten, wie Leben entstanden sein kann. Nach etwa 100 Jahren Forschung in der präbiotischen Chemie wissen wir sehr genau: Viele chemische Gesetzmäßigkeiten sprechen gegen die Möglichkeit eines schrittweisen und ungesteuerten Entstehens erster Zellen. Die Indizienlage gegen die Entstehung von Leben auf naturalistischem Weg - ohne Schöpfer - ist erdrückend. Zugleich sprechen viele Beobachtungen aus Molekularbiologie und Biochemie klar für Schöpfung. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass funktionale Zusammenhänge zwischen hochkomplexen und präzise aufeinander abgestimmten Bauteilen und ausgeklügelte Informationssysteme nur auf eine Weise entstehen können: durch Einsatz von Intelligenz. Unsere Kenntnisse über chemische Prozesse zeigen auch, dass noch nicht einmal einzelne Komponenten dieser Systeme ohne Einsatz von Intelligenz entstehen können. Es liegt hier also ein klarer Indizienbeweis für Schöpfung vor.“[39]

=> Das Entstehen einer Urzelle lässt sich evolutionistisch nur sehr schwer erklären, sie lässt sich viel leichter durch einen Schöpfer erklären.

Nichtreduzierbare Komplexität

Charles Darwin schrieb in seinem bekannten Buch Über die Entstehung der Arten:: „Könnte man nachweisen, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch zahlreiche, aufeinanderfolgende, geringfügige Veränderungen entstanden sein könnte, würde meine Theorie völlig zusammenbrechen. Aber ich kann keinen solchen Fall finden.“[40]

Zahnrad bei Issus coleoptratus[41]

„Maschinen oder Teilstrukturen davon funktionieren nur dann, wenn ihre minimal erforderlichen Bauteile vollständig vorhanden und allesamt aufeinander abgestimmt sind. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit technischen Konstruktionen. Lässt man einen Teil oder eine Abstimmung weg, funktioniert die Maschine nicht mehr oder ist unbrauchbar. Vielleicht funktionieren zwar noch Teile der Maschine irgendwie, aber die Maschine erfüllt nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Die Funktion ist auch nicht einfach nur schwächer, wenn eines der erforderlichen Bauteile fehlt, sondern sie geht komplett verloren. Ein einfaches Beispiel ist die Kraftübertragung durch Zahnräder. Damit die Kraftübertragung ohne Spiel, ohne Einklemmen und ohne Abrieb funktioniert, müssen die Zähne eine spezielle abgerundete Form aufweisen, um den Kraftschluss permanent aufrechtzuerhalten. Die Zähne müssen an zwei aufeinander abgestimmten Rädern äußerst regelmäßig angeordnet sein. Außerdem ist geeignetes Baumaterial erforderlich. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, dass ein Zahnradsystem ohne intelligenten Plan und kontrollierten Bau entstehen könnte, obwohl die Komplexität noch vergleichsweise gering ist. Es sind einfach zu viele Teile und ihre Abstimmungen aufeinander nötig. Nichts davon darf weggelassen (reduziert) werden. Es gilt: alles oder nichts. Tatsächlich wurden solche Zahnräder auch an den Innenschenkeln der Larve der Käferzikade Issus coleoptratus entdeckt. Sie synchronisieren beim Absprung die Bewegung der Beine. Solche nichtreduzierbar komplexen Bauteile gibt es bei allen Lebewesen in großer Zahl. Sie sind klare Design-Indizien bzw. Schöpfungsindizien.“[42]

Zahnrad (vergrößert) bei Issus coleoptratus[43]

„Eine nichtreduzierbar komplexe Struktur benötigt - ausgehend von einer Vorläuferkonstellation - viele aufeinander abgestimmte Änderungen von einer Generation zur nächsten, also gleichzeitig. Denn solange noch keine neue Funktion (z.B. Zahnradfunktion) vorliegt, kann eine Mutation nicht ausgelesen werden. Sie wird einfach wieder verschwinden, da sie nichts bringt. Man muss hierbei daran denken, dass die Lebewesen eben nicht „wegen Umbau schließen“ können. Auch erste Schritte eines Umbaus müssen sich in der Umwelt bereits bewähren, sonst werden sie sich in der Regel nicht durchsetzen können. Sie werden also selektiv nicht bevorzugt werden - im Gegenteil, sie werden meistens wieder verloren gehen, selbst wenn sie nicht schädlich sind. Viele passende und aufeinander abgestimmte Mutationen werden daher gleichzeitig von einer Generation zur nächsten benötigt. Da Mutationen völlig zufällig (ungerichtet und zukunftsblind) sind, wurde ein solcher Vorgang nie beobachtet und ist auch nicht zu erwarten. Nichtreduzierbar komplexe Strukturen sind Hürden, die durch Mutation und Selektion nicht genommen werden können. Rein theoretisch könnten sehr selten zwei oder noch viel seltener drei in einer Generation auftretende Mutationen zufällig auch einmal zusammenpassen. Weil bekannt ist, wie oft Mutationen überhaupt auftreten, kann man berechnen, wie viel Zeit dafür erforderlich wäre. Bei vielzelligen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) sind diese Zeiträume viel zu groß, als dass solche passend abgestimmten Mutationen zu erwarten wären. Auch die erwähnten homöotischen Mutationen helfen hier nicht weiter, obwohl sie sprunghafte große Veränderungen auslösen können. Aber diese Veränderungen führen nicht zu neuen Konstruktionselementen oder neuen Stoffwechselwegen, sondern zu einer Angleichung zuvor verschiedener Bauelemente. Somit führen sie nicht zu neuen Konstruktionen und können den Ursprung von Innovationen nicht erklären. Manche Biologen haben die Idee geäußert, dass Mutationen gelegentlich auch sprunghaft größere konstruktive Veränderungen verursachen könnten. Doch viele Experimente haben gezeigt, dass größere Änderungen durch Mutationen zu Missbildungen führen und keine Chance haben, erhalten zu bleiben. Der Grund dafür ist einsichtig: Um größere Änderungen zu bewirken, muss man sehr tief in ein Entwicklungs-Netzwerk eingreifen. Das aber hat viele schädliche Nebenwirkungen zur Folge. Sprunghafte Änderungen sind zudem eher ein Indiz für „Schöpfung“. Das alles war bereits Charles Darwin klar, weshalb er gefordert hat, dass Evolution kleinschrittig verlaufen müsse. Aber mit kleinen Schritten gelangt man wie gezeigt nicht zu nichtreduzierbar komplexen Strukturen.“[44]

=> Nichtreduzierbare Komplexität weist auf einen Planer und Erschaffer dieser Komplexität, d. h. auf einen Schöpfer hin.

Schönheit

Pfau[45]

Charles Darwin schrieb in Über die Entstehung der Arten: „Die vorstehenden Ausführungen veranlassen mich, einige Worte zu dem Protest zu sagen, den einige Naturwissenschaftler in letzter Zeit gegen die utilitaristische Lehre vorgebracht haben, wonach jedes Detail einer Struktur zum Nutzen ihres Besitzers geschaffen wurde. Sie glauben, dass sehr viele Strukturen geschaffen wurden, um in den Augen der Menschen schön zu sein oder einfach um der bloßen Vielfalt[46] willen. Diese Lehre wäre, wenn sie wahr wäre, absolut fatal für meine Theorie.“[47] Später schrieb Darwin in einem Brief an Asa Gray: „Es ist merkwürdig, dass ich mich gut an eine Zeit erinnere, in der mich der Gedanke an das Auge am ganzen Leib erschauern ließ, aber ich habe dieses Stadium der Beschwerde überwunden und jetzt machen mich kleine, unbedeutende Einzelheiten der Struktur oft sehr unbehaglich. Der Anblick einer Feder im Schwanz eines Pfaus, wann immer ich ihn betrachte, macht mich krank!“[48]

„Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“ [... sinngemäßes obiges Zitat von Charles Darwin]. Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist. Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. [...] Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse - all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, sodass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt. Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip[49].“[50]

„Der Schwanz des Pfaus ist wegen seiner großen Federn, der leuchtenden, schillernden Farben und der komplizierten Muster von spektakulärer Schönheit. Die Farben in den Schwanzfedern werden durch einen optischen Effekt namens Dünnschichtinterferenz erzeugt. Das Augenmuster weist einen hohen Grad an Helligkeit und Präzision auf, weil die farbgebenden Mechanismen ein extrem hohes Maß an optimalem Design aufweisen. Nach der Theorie der sexuellen Selektion hat sich der Pfauenschwanz allmählich entwickelt, weil der Pfau schöne Männchen für die Paarung auswählt. Es gibt jedoch keine befriedigende Erklärung dafür, wie der sexuelle Selektionszyklus in Gang kommen kann oder warum das Pfauenhuhn schöne Merkmale bevorzugen sollte. Hinzu kommt, dass sowohl die physische Struktur der Feder als auch die schönen Muster eine nicht reduzierbare Komplexität aufweisen.“[51]

Pfauenfeder[52]

„Wenn es keinen Gott gibt und alles in dieser Welt, wie Bertrand Russell es unsterblich formulierte, das Ergebnis „einer zufälligen Anordnung von Atomen“ ist, dann hat unser Leben keinen Sinn und wir sind rein zufällig da. Wenn wir das Produkt des Zufallsspiels der Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Schönheit“ nennen, nichts als eine in unser Gehirn programmierte neurologische Reaktion auf bestimmte äußere Reize. Wir finden z.B. eine bestimmte Landschaft nur deswegen schön, weil wir Vorfahren hatten, die wussten, dass sie in dieser Art Landschaft besonders leicht an Nahrung kommen konnten. Dank dieser neurologischen Programmierung überlebten sie, und jetzt haben wir diese Programmierung halt auch. Auch wenn wir Musik bedeutsam finden, ist dies eine Illusion, und genauso die Liebe. Wenn wir das Ergebnis blinder Naturkräfte sind, dann ist das, was wir „Liebe“ nennen, einfach eine biochemische Reaktion, die wir von Vorfahren ererbt haben, die dank dieser Reaktion besser überlebten.“[53]

„Wie schon gesehen erklärt eine übliche wissenschaftliche Theorie das menschliche Verlangen nach Schönheit damit, dass unsere Vorfahren gewisse Landschaften als schön erkannten, in denen sie viel Nahrung fanden? Doch dies erklärt nicht, wie wir dazu kamen, z. B. Landschaften wie unbewohnbare Wüsten schön zu finden. Andere Denker wie Denis Dutton in The Art Institut argumentieren, dass unser Sinn für Schönheit seinen Ursprung darin hatte, uns anderen zu zeigen, um Partner anzuziehen oder Gesundheit und Fruchtbarkeit in anderen zu erkennen. Aber „von breiten Schultern und wohlgeformten Hüften erregt zu werden usw. ist nicht das Gleiche wie von einer bestimmten Tonfolge, einem eingängigen Refrain oder einem fröhlichen poetischen Bild bewegt oder fasziniert zu werden.“ Nichts davon scheint auch nur entfernt etwas mit Vermehrung zu tun zu haben?“[54]

Der Physiker Paul Davies schrieb: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit elementaren Problemen befassen, sind von der Raffiniertheit und Schönheit der Natur tief beeindruckt. Aber nicht alle von ihnen kommen zu derselben Interpretation der Natur. Während die einen von der Überzeugung beseelt sind, dass es einen Sinn hinter der Existenz geben muss, halten andere das Universum für völlig sinnlos.“[55]

Immanuel Kant pries in seiner Kritik der reinen Vernunft „die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt“ und die für ihn zum „Glauben an einen weisen und großen Welturheber“ führe.[56]

=> Für Schönheit gibt es keine Notwendigkeit, d. h. sie verschafft keinen unmittelbaren Selektionsvorteil im „Survival of the Fittest“: sie passt besser zu einem schönheitsliebenden Schöpfer, als zu einer selektionsgetriebenen Evolution.

Musik

Violinen[57]

Der Physiker Paul Davies formulierte: „Die Elektronen sind durch elektrische Kräfte an den Atomkern gebunden. Dieser ist positiv geladen und von einem elektrischen Feld umgeben, das die negativ geladenen Elektronen einfängt. Vor langer Zeit stellte sich bereits heraus, daß auch der Atomkern selbst zusammengesetzt ist, und zwar aus zweierlei Teilchen: positiv geladenen Protonen und elektrischen neutralen Neutronen. Protonen und Neutronen sind jeweils etwa 1800mal schwerer als Elektronen. Nachdem dieser Grundaufbau erst einmal erkannt war, vermochten Physiker die Quantentheorie auf das Atom anzuwenden und damit eine bemerkenswerte Art der Harmonie aufzuzeigen. Die (im wesentlichen) Wellennatur der Elektronen zeigt sich in der Existenz gewisser festgelegter »stationärer Zustände« oder »Energieniveaus«, in oder auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen diesen Niveaus kann es zu Übergängen kommen, wenn Energie in Gestalt von Photonen (Bündeln von Lichtenergie) aufgenommen oder abgegeben wird. Die Existenz dieser Niveaus wird über die Energie des Lichts erkennbar, die aus der Schwingungsfrequenz der Lichtwellen, also deren »Farbe«, abgeleitet wird. Eine Analyse des vom Atom ausgesendeten oder absorbierten Lichts zeigt ein Farbspektrum in Gestalt einer Reihe genau bestimmter Frequenzen oder Spektrallinien. Das einfachste Atom ist das des Wasserstoffs, das nur aus einem einzigen Proton - dem Atomkern — und einem einzigen Elektron besteht. Seine Energiestufen werden mit der einfachen Formel beschrieben: 1/n2 - 1/m2 multipliziert mit einer bestimmten Energiemenge, wobei n und m ganze Zahlen sind: 1, 2, 3... Solche kompakten arithmetischen Ausdrücke erinnern an Töne in der Musik — beispielsweise die Obertöne einer Gitarrensaite oder einer Orgelpfeife —, die ebenfalls durch einfache Zahlenbeziehungen beschrieben werden. Das ist kein Zufall. Die Anordnung der Energiestufen in einem Atom ist eine Reaktion auf die Schwingungen der Quantenwelle, so wie die Frequenz bei einem Musikinstrument eine Reaktion auf Schallschwingungen ist.“[58]

Der Geigenbauer und Physiker Martin Schleske schrieb in seinem Buch Herztöne: „Das Buch Genesis legt uns in seinem ersten Schöpfungsbericht eine Ahnung davon ins Herz, dass diese Welt förmlich ins Leben gesungen wurde. Alles im Universum - im Größten wie im Kleinsten - existiert durch Schwingungen. Wie der Klang der gestrichenen Saiten, so hat alles seine unterschiedlichen Wellenlängen, sein Spektrum, seine Schwingungsformen, seine Bahn. „Am Anfang war es wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und Gotteshauch wehte auf dem Wasser.“ [Gen 1,2] Das sind die ersten Verse der Bibel. Das Wort, das hier mit „wehen“ wiedergegeben ist, lautet im Hebräischen „rachaph“ [מְרַחֶ֖פֶת] / [רָחַף][59], was man auch mit „schwingen“ übersetzen kann[60]. Schwingungen sind in unserem Kosmos Träger jener Kräfte, die alle Strukturen ordnen und als Materie zusammenhalten. Die Quantenphysik hat den geistlosen Materialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts in seinen Grundfesten erschüttert, denn sie legt nahe, dass Materie im Kleinsten nicht aus Materie besteht, sondern als eine geistige, schwingende Struktur geschieht. Der griechische Text der Septuaginta (3. - 1. Jh. v. Chr.) übersetzte diese Anfangsworte des Schöpfungsberichtes nicht mit „wüst und leer“, wie die meisten deutschen Übersetzungen es tun, sondern treffender mit „unsichtbar und ungestaltet“ [ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος][61]. Dies ist der Erkenntnis der Quantenphysik sehr nahe, dass das Sichtbare nicht als etwas Materielles „existiert“, sondern als etwas Geistiges „passiert“. Für Hans-Peter Dürr, den Heisenberg-Schüler und ehemaligen Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik, sind die kleinsten Teilchen des Universums die „Passierchen“ Mit den ersten Versen der Bibel könnte man sagen: Es ist die Musik des Gottesgesangs, die sich als sichtbare Schöpfung manifestiert. Die Welt wurde durch den Gesang des Heiligen Geistes erschaffen. [...] Sind Bäume, Pflanzen, Steine, Menschen nicht Musik, die eine sichtbare Form angenommen hat? Es ist die Musik der Gottesliebe, und wir haben nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die heilige Pflicht, diese Musik des Lebens zu erforschen, zu erlernen und durch den Gesang und den Klang unseres eigenen Daseins zu interpretieren.“[62]

Heinz Winbeck, der Schöpfer von fünf Sinfonien, Vokalkompositionen und Kammermusikstücken, sagte: „In allen meinen Sinfonien geht es um Leben, Liebe, Tod, Gott und die Frage, woher kommen wir, und wohin gehen wir. Musik ist ein Gottesbeweis - der stärkste, den ich kenne.“[63]

„Große Kunst fällt zwar nicht mit der Tür ins Haus, vermittelt keine simple „Botschaft“, aber sie gibt uns immer den Eindruck, dass das Leben mitnichten die „Geschichte eines Narr’n, voll Schall und Rauch und ohne jeden Sinn.“[64] ist. Sie füllt uns mit Hoffnung und gibt uns die Kraft weiterzumachen, auch wenn wir nicht genau benennen können, was es ist, das uns da so bewegt. Der Dirigent Leonard Bernstein schwärmte einmal davon, wie Beethoven ihn berührte: 'Beethoven ... hat Stücke geschrieben, die atemberaubend „richtig“ sind. „Richtig“ — das ist genau das Wort! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die nächste Note die einzig richtige ist, die an dieser Stelle möglich ist, dann hören Sie sehr wahrscheinlich gerade Beethoven. Melodien, Fugen, Rhythmen — überlassen Sie das den Tschaikowskis und Hindemiths und Ravels. Unser Junge liefert das Echte, den Stoff des Himmels, die Macht, uns am Schluss das Gefühl zu geben, dass etwas in Ordnung ist in der Welt. Da ist etwas, das einfach stimmig ist, das treu seinem eigenen Gesetz folgt — etwas, dem wir vertrauen können und das uns niemals enttäuschen wird.'[65][66]

=> Musik ist nicht etwas, das zum Überleben wichtig wäre, deshalb ist es evolutionistisch schwer verständlich, weshalb sie eine solch große Kraft auf den Menschen ausübt. Sie passt deshalb besser zu einem Musik liebenden Gott, der seine Schöpfung dahingehend geplant hatte.

Moral

Gerechtigkeit[67]

Fjodor Michailowitsch Dostojewski schrieb in einem Brief: „Nehmen wir nun an, es gäbe keinen Gott und keine persönliche Unsterblichkeit (persönliche Unsterblichkeit und Gott sind ein und dieselbe, identische Idee). Sagen Sie mir dann: Warum soll ich anständig leben und Gutes tun, wenn ich hier unten unwiderruflich sterbe? Wenn es keine Unsterblichkeit gibt, brauche ich nur in meinen Tag hinein zu leben und den Rest auf sich beruhen lassen. Und wenn das wirklich so ist (und wenn ich klug genug bin, mich nicht von den geltenden Gesetzen erwischen zu lassen), warum sollte ich dann nicht töten, rauben, stehlen oder auf jeden Fall auf Kosten anderer leben? Denn ich werde sterben, und alle anderen werden sterben und ganz verschwinden!“[68]

„Diese Regel oder dieses Gesetz, das bestimmt, was unter Menschen als Recht oder Unrecht zu gelten hat, kannte man früher unter der Bezeichnung »Naturrecht«. Es ist nicht zu verwechseln mit den »Naturgesetzen«, worunter wir beispielsweise die Schwerkraft, die Lehre von der Vererbung oder die chemischen Gesetze verstehen. Wenn die älteren Denker dieses Gesetz von Recht und Unrecht »Naturrecht« nannten, dann meinten sie damit ein im Wesen der menschlichen Natur liegendes Gesetz. Wie jeder Körper dem Gesetz der Schwerkraft und jeder Organismus bestimmten biologischen Gesetzen unterliegt, so meinten sie, hat auch der Mensch sein Gesetz - allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied. Ein Körper hat keine Wahl, ob er dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen will oder nicht. Der Mensch dagegen kann wählen, ob er dem Gesetz der menschlichen Natur gehorchen oder es mißachten will. [...] Dieses Gesetz wurde Naturrecht genannt, weil man annahm, jeder Mensch kenne es von Natur aus und brauche es nicht erst zu lernen. Natürlich wußte man, daß es hier und da Menschen geben konnte, denen dieses Gesetz fremd ist, so wie es Menschen gibt, die farbenblind sind oder kein musikalisches Gehör haben. Aber dem Menschengeschlecht an und für sich, so nahm man an, sei die Idee eines natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich vertraut. Und ich glaube, das ist richtig. Wäre es nicht so, dann müßte doch alles, was wir über den Krieg gesagt haben, Unsinn sein. Welchen Sinn hätte unsere Behauptung, der Feind sei im Unrecht, wenn es nicht wirklich ein Recht gibt, das die Nazis im Grunde ebenso kannten wie wir und nach dem sie sich hätten richten müssen? Hätten sie keine Ahnung gehabt von dem, was wir unter Recht verstehen, dann hätten wir ihre Unkenntnis genausowenig verurteilen dürfen wie ihre Haarfarbe, auch wenn wir um den Kampf trotzdem nicht herumgekommen wären. Ich weiß, viele Menschen halten die Vorstellung eines natürlichen Gesetzes oder eines allen gemeinsamen moralischen Bewußtseins für falsch, weil verschiedene Kulturen und verschiedene Zeitalter ganz unterschiedliche Grundbegriffe der Sittlichkeit hatten. Aber das stimmt nicht. Wohl hat es zwischen den einzelnen Sittenlehren Unterschiede gegeben, doch waren sie nie so groß, daß man von totalen Gegensätzen hätte sprechen können. Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander den unsrigen sind.“[69] Seit Menschengedenken hat man sich Gedanken darüber gemacht, was dieses Weltall eigentlich sei und wie es entstanden ist. Grob gesagt hat es immer zwei Auffassungen gegeben. Da ist zunächst die Anschauung des Materialismus. Seine Anhänger glauben, Materie und Raum seien nun einmal da, seien immer schon dagewesen, niemand wisse, wieso oder weshalb. Außerdem behaupten sie, Materie bleibe konstant und habe, dank eines glücklichen Zufalls, menschliche, denkfähige Lebewesen wie uns hervorgebracht. Unter tausend anderen Möglichkeiten fügte es sich, daß irgend etwas auf unsere Sonne traf, und dadurch entstanden die Planeten; durch einen anderen, ebenso unwahrscheinlichen Zufall fanden sich auf einem dieser Planeten die biologisch notwendigen Grundstoffe und die richtige Temperatur, und so wurde auf dieser Erde aus einem Teil der Materie belebte Materie. Dann entwickelten sich infolge einer ganzen Kette von Zufällen die Lebewesen zu so etwas, wie wir es sind. Die andere Anschauung ist die religiöse. Ihr zufolge ähnelt das, was hinter dem Weltall steht, eher einer Intelligenz als irgendeinem anderen uns bekannten Phänomen. Das heißt, es hat ein Bewußtsein, Absichten und gewisse Vorlieben. Außerdem hat es die Welt erschaffen; zum Teil aus uns unbekannten Gründen, aber teilweise auch, um Geschöpfe ähnlich ihm selbst hervorzubringen, die ihm insofern gleichen, als sie auch Intelligenz besitzen. [...] Wir wollen ergründen, ob die Welt ohne ersichtlichen Grund so ist, wie sie ist, oder ob eine Kraft hinter ihr steht, die sie zu dem werden läßt, was sie ist. Da jene Kraft, falls es sie überhaupt gibt, kein zu beobachtendes Faktum wäre, sondern die die Fakten schaffende Wirklichkeit selbst, so kann eine bloße Beobachtung von Fakten diese Kraft nicht ausfindig machen. Nur in einem Fall können wir wirklich wissen, ob etwas dahintersteht, und zwar in unserem eigenen. Und in diesem Fall müssen wir die Frage bejahen. Oder umgekehrt: Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebensowenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserem eigenen Inneren könnten wir sie als Einfluß erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmte Bahnen lenken will. Und genau das finden wir in uns. Sollte das nicht zu denken geben? In dem einzigen Fall, in dem wir eine Antwort erwarten können, lautet sie Ja. In allen übrigen Fällen aber, in denen wir keine Antwort erhalten, wissen wir jetzt, weshalb das so ist. [... Ich merke], daß ich nicht unabhängig lebe, sondern daß ich unter einem Gesetz stehe. Etwas oder jemand verlangt von mir, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. [...] Bislang sind wir [...] zu einem unbestimmten Etwas vorgedrungen, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewußtsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe. Wir müssen wohl annehmen, daß es mehr einer Intelligenz ähnelt als irgend etwas anderem uns Bekannten, denn schließlich ist das einzige andere, das wir kennen, die Materie. Und man kann sich schlecht ein Stück Materie vorstellen, das Befehle erteilt.“[70]

„Im Grunde war der Gedankengang der »Kritik der praktischen Vernunft« sehr einfach und überzeugend: Jeder Mensch kennt in sich das Bestreben, gut sein zu sollen. Damit ist nicht irgendetwas künstlich Anerzogenes gemeint. Kant ist der Auffassung, dass auch der sittlich völlig verwahrloste Raubmörder tief in seinem Herzen weiß, dass er nicht morden soll. Gewiss, man kann diese moralische Überzeugung mit Drogen, schlechter Erziehung und sonstigen äußeren Einflüssen einzuschläfern versuchen. Außerdem ist kein Mensch absolut sicher, ob er im nächsten Moment genau das, wovon er überzeugt ist, dass er es unbedingt tun sollte, auch wirklich tun wird. Doch all das ändert überhaupt nichts daran, dass jeder Mensch, das fromme ungebildete alte Mütterchen und der Raubmörder, der König und der Sklave, der Intelligente und der Dumme, in sich dieses moralische Gesetz spürt, den »Kategorischen Imperativ«, wie Kant ihn nennt: »Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Und am Ende der »Kritik der praktischen Vernunft« wird Kant schreiben: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.« Jeder Mensch weiß also, dass er gut sein soll, auch wenn er es im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht ist. Für diese in jedem Menschen angelegte geistige Überzeugung gibt es keine Begründung, sie ist einfach unbezweifelbar da, sie ist, wie Kant das nennt, das »Faktum der praktischen Vernunft«. Diese Einsicht ist aber höchst folgenreich. Sie hat drei unvermeidliche Konsequenzen, die Kant Postulate nennen wird: Das moralische Gesetz kann nur dann vernünftig sein, wenn es a) die Freiheit des Menschen gibt, wenn es b) die Unsterblichkeit der Seele gibt und wenn es c) schließlich auch Gott gibt. Das tiefe innere Bestreben, gut sein zu sollen, setzt natürlich die Freiheit des Menschen voraus, gemäß dem moralischen Gesetz, also gut, oder gegen das moralische Gesetz, also böse zu handeln. Ohne Freiheit keine Moral, das ist logisch. [...] Wenn aber mit dem Tod alles aus wäre, dann wäre das, was man zutiefst als moralische Pflicht erlebt, zum Beispiel um ein Versprechen zu halten, aufs Schafott zu gehen, selbstverständlich zugleich zutiefst unvernünftig. Das moralische Gesetz, das man als verbindlich erlebt, wäre zugleich ein Irrsinn. Wenn man das moralische Gesetz aber nicht als Irrsinn erlebt, sondern als unbedingt verpflichtend und es vernünftig findet, danach auch zu handeln, dann muss man zwingend von der Unsterblichkeit der Seele ausgehen. Nur so nämlich ist sicherzustellen, dass nach dem Tod das Unglück, das dem moralisch guten Menschen ob seiner Moralität zugestoßen ist, wiedergutgemacht werden könnte. Nur durch die Überzeugung von der Unsterblichkeit der Seele also ist Moralität vernünftig. Die Argumentation von Kant ist deswegen außerordentlich stark, weil sie auf jede Sentimentalität verzichtet und nur ganz nüchtern an die Vernunft appelliert. Damit ist klar, dass die Freiheit des Menschen und die Unsterblichkeit der Seele sich logisch zwingend aus der Überzeugung jedes Menschen ergeben, eigentlich gut sein zu sollen. Doch das reicht nicht. Wer soll denn wirklich sicherstellen, dass der unsterblichen Seele dann nach dem Tod des moralisch guten Menschen Gerechtigkeit widerfährt? Wer garantiert, dass das erreicht wird, was Kant das »höchste Gut« nennt, die Einheit von Heiligkeit, das heißt pflichtgemäßem Handeln, und Glückseligkeit? Eine Instanz, die das sicherzustellen vermag, muss allmächtig sein und allgütig. Und eine solche Instanz nennen die Menschen seit Urzeiten Gott.“[71]

„Die meisten Menschen meinen, dass es nicht nur moralisches Empfinden, sondern auch entsprechende Verpflichtungen gibt. Moralische Gefühle kann man auch ohne Gott erklären. Aber wir glauben auch, dass manche Taten einfach falsch sind, egal, wie sich derjenige dabei fühlt, und sagen anderen, dass sie bestimmte Dinge nicht tun dürfen, selbst wenn sie sich für sie richtig anfühlen sollten. Was könnte die Grundlage für solche verbindlichen Maßstäbe sein? Wenn es keinen Gott gibt, dann scheinen sie eine Illusion zu sein, die entweder von der Evolutionsbiologie oder von unserer Kultur produziert wird. Doch die meisten Menschen würden dies nicht unterschreiben, sondern darauf beharren, dass es bestimmte absolute moralische Werte gibt und manche Dinge einfach falsch sind. Auch dies passt besser in eine Welt, die von einem persönlichen Gott geschaffen ist, dem wir uns intuitiv verantwortlich fühlen, als in ein unpersönliches Universum ohne Gott.“[72]

=> Das Wissen um Gut und Böse, richtiges und falsches Handeln, das in jedem Menschen wohnt, das man auch Gewissen nennt, passt besser zu einem Gerechtigkeit liebenden Schöpfer als zu einer auf das Überleben der Stärkeren und der am besten Angepassten ausgerichteten Evolution.

Bewusstsein

Mathematik[73]

Albert Einstein: „Das Unverständlichste am Universum ist, dass es verständlich ist.”[74]

„Es gibt noch weitere Argumente für die Existenz Gottes, die oft angeführt werden. Eins davon hat mit dem menschlichen Bewusstsein zu tun. [Thomas] Nagel glaubt, dass menschliches „Bewusstsein das auffälligste Hindernis für einen umfassenden Naturalismus ist, der nur auf physische Wissenschaft setzt“, um die Wirklichkeit zu erklären. In seinem berühmten Artikel „What Is It to Be a Bat?“ („Was heißt es, eine Fledermaus zu sein?“) schreibt Nagel, dass ein Wesen bewusste mentale Zustände hat, wie es seine Existenz erlebt.[75] David Bentley Hart hat eine Liste von Bewusstseinsmerkmalen erstellt, die bemerkenswert und schwierig zu erklären sind, wenn man sich an rein biologische Erklärungen hält. Er beginnt mit den „Qualia“, die Nagel beschreibt, d. h. mit den subjektiven Qualitäten, mit denen alle menschliche Erfahrung einhergeht. Ich bin mir nicht nur der roten Rose bewusst, sondern auch meines Bewusstseins von ihr und von dem, was sie für mich bedeutet (z. B. im Gegensatz zu dem, was sie meiner Frau bedeutet). Ein weiteres Merkmal von Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, aus konkreten Objekten und Ereignissen abstrakte Schlüsse zu ziehen. Diese Abstraktionen können bis zu vielen Ebenen von Komplexität gehen, weit über reine physische Ähnlichkeiten hinaus, die unsere physischen Sinne zwischen Objekten wahrnehmen mögen. Geistesphilosophen stellen ebenso heraus, dass wir Vergangenheit und Gegenwart aufeinander beziehen und damit eine andere Zukunft angehen können. Und wir sind in der Lage, tiefe mathematische Strukturen in der Welt zu entdecken und komplexe mathematische Rechnungen anzustellen.[76] Wie erklären wir diese Aspekte des menschlichen Geistes, sich Dinge vorzustellen und sich seiner selbst bewusst zu sein? Säkulare Denker müssen diese mentalen Zustände zuerst auf rein neuronale Ereignisse im Gehirn zurückführen und dann auf etwas, das sich nur deswegen entwickelt hat, weil es die reproduktive Kraft unserer Vorfahren gestärkt hat. Doch es ist ziemlich schwierig zu erklären, wie komplexe mathematische und abstrakte philosophische Fähigkeiten unseren Vorfahren beim Überleben geholfen haben sollen.“[77]

Paul Davies: „Allein die Tatsache, dass das Universum schöpferisch ist und dass die Gesetze die Entstehung und Entwicklung komplexer Strukturen bis hin zum Bewusstsein ermöglicht haben [...] ist für mich ein starker Beweis dafür, dass dahinter "etwas vor sich geht". Der Eindruck von Design ist überwältigend. Die Wissenschaft mag alle Prozesse erklären, durch die das Universum seine eigene Bestimmung entwickelt, aber das lässt immer noch Raum für einen Sinn hinter der Existenz.“[78]

=> Dass Menschen ein Bewusstsein haben und sich dieses Bewusstseins bewusst sind passt besser zu einem Bewusstsein besitzenden Schöpfer als zu den unbewussten Zufällen, welche die Evolution antreiben.

Rationales Denken

Erkenntnis[79]

Charles Darwin: „Immer wieder kommt er, der furchtbare Zweifel, ob die Überzeugungen im Verstand des Menschen, der sich ja aus dem Verstand der niederen Tierarten entwickelt hat, überhaupt einen Wert haben oder vertrauenswürdig sind.“[80]

„[Alvin] Plantinga argumentiert, dass der Naturalismus selbstzerstörerisch ist, weil unsere kognitiven Fähigkeiten, wenn sie sich durch naturalistische Prozesse entwickelt haben, nicht auf die Wahrheit, sondern auf das Überleben abzielen und man sich daher nicht darauf verlassen kann, dass sie wahre Überzeugungen hervorbringen. Da im Materialismus unsere mentalen Zustände keinerlei Auswirkungen auf den Zustand unseres Gehirns haben, ist der Inhalt unserer Überzeugungen für unsere Überlebensfähigkeit irrelevant. Wenn wir uns aber nicht darauf verlassen können, dass unsere kognitiven Fähigkeiten wahre Überzeugungen hervorbringen, dann ist der Glaube an den Naturalismus selbst untergraben, da er von eben diesen kognitiven Fähigkeiten hervorgebracht wurde.

Plantingas Argument kann einfach wie folgt formuliert werden:

1. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere kognitiven Fähigkeiten angesichts des Naturalismus und der Evolution zuverlässig sind, ist gering.

2. Wenn jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, gering ist, dann hat er ein Argument, das seine Überzeugung, dass seine kognitiven Fähigkeiten verlässlich sind, widerlegt.

3. Wenn jemand einen Entkräftungsfaktor für die Überzeugung hat, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für jede Überzeugung, die durch seine kognitiven Fähigkeiten erzeugt wird (einschließlich seiner Überzeugung von Naturalismus und Evolution).

4. Wenn also jemand an Naturalismus und Evolution glaubt und sieht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine kognitiven Fähigkeiten zuverlässig sind, gering ist, dann hat er einen Entkräftungsfaktor für seinen Glauben an Naturalismus und Evolution.

Schlussfolgerung: Naturalismus und Evolution können nicht rational akzeptiert werden.“[81]

=> Rationales, folgerichtiges Denken passt besser zu einem rationalen Schöpfer als zu einer zufälligen, nichtrationalen, auf das reine Überleben ausgerichteten Evolution.

Einzelnachweise

  1. z. B. in: Mt 11,25, Mt 15,13, Mt 16,17, Mt 18,35, Mt 26,39, Mt 26,42, Lk 10,21, Lk 22,29, Lk 22,42, Lk 24,49, Joh 5,17, Joh 5,19, Joh 6,37, Joh 8,16, Joh 8,18, Joh 10,30, Joh 12,49-50, Joh 14,6, Joh 14,9-13, Joh 14,21, Joh 17,5, 2Petr 1,17, 1Joh 2,1
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  3. reasonablefaith.org: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig Dieser Artikel ist der Text einer Vorlesung, die Prof. Craig im Jahr 2015 an der Universität von Birmingham hielt, wo er einst über das kalam-kosmologische Argument promoviert hatte, was seitdem zu einer Neuentdeckung dieses Arguments geführt hat.
  4. „Every being which begins has a cause for its beginning; now the world is a being which begins; therefore, it possesses a cause for its beginning.“ - Nach Al-Ghazali, Kitab al Iqtisad fi’l-I’tiqad, zitiert in S. de Beaurecueil, „Gazzali et S. Thomas d’Aquin: Essai sur la preuve de l’existence de Dieu proposée dans l’Iqtisad et sa comparaison avec les “voies” Thomiste“, in: Bulletin de l’Institut Francais d’Archaeologie Orientale 46, 1947, S. 203.
  5. Internet Archive archive.org: The Kalām Cosmological Argument - William Lane Craig
  6. reasonablefaith.org: Das kalam-kosmologische Argument - William Lane Craig]
  7. Thomas von Aquin: Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Erster Artikel - Es giebt eine Weltregierung, a)
  8. Thomas von Aquin: Summa Theologiae, Prima Pars, Quaestio 103, Zweiter Artikel. Der Endzweck der Weltregierung ist etwas außerhalb der Welt. c)
  9. Pixabay / Bru-nO
  10. „IN crossing a heath, suppose I pitched my foot against a stone, and were asked how the stone came to be there; I might possibly answer, that, for any thing I knew to the contrary, it had lain there for ever: nor would it perhaps be very easy to show the absurdity of this answer. But suppose I had found a watch upon the ground, and it should be inquired how the watch happened to be in that place; I should hardly think of the answer which I had before given, that, for any thing I knew, the watch might have always been there. Yet why should not this answer serve for the watch as well as for the stone? why is it not as admissible in the second case, as in the first? For this reason, and for no other, viz. that, when we come to inspect the watch, we perceive (what we could not discover in the stone) that its several parts are framed and put together for a purpose, e. g. that they are so formed and adjusted as to produce motion, and that motion so regulated as to point out the hour of the day; that, if the different parts had been differently shaped from what they are, of a different size from what they are, or placed after any other manner, or in any other order, than that in which they are placed, either no motion at all would have been carried on in the machine, or none which would have answered the use that is now served by it. To reckon up a few of the plainest of these parts, and of their offices, all tending to one result:-- We see a cylindrical box containing a coiled elastic spring, which, by its endeavour to relax itself, turns round the box. We next observe a flexible chain (artificially wrought for the sake of flexure), communicating the action of the spring from the box to the fusee. We then find a series of wheels, the teeth of which catch in, and apply to, each other, conducting the motion from the fusee to the balance, and from the balance to the pointer; and at the same time, by the size and shape of those wheels, so regulating that motion, as to terminate in causing an index, by an equable and measured progression, to pass over a given space in a given time. We take notice that the wheels are made of brass in order to keep them from rust; the springs of steel, no other metal being so elastic; that over the face of the watch there is placed a glass, a material employed in no other part of the work, but in the room of which, if there had been any other than a transparent substance, the hour could not be seen without opening the case. This mechanism being observed (it requires indeed an examination of the instrument, and perhaps some previous knowledge of the subject, to perceive and understand it; but being once, as we have said, observed and understood), the inference, we think, is inevitable, that the watch must have had a maker: that there must have existed, at some time, and at some place or other, an artificer or artificers who formed it for the purpose which we find it actually to answer; who comprehended its construction, and designed its use.“ William Paley: 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1 - CHAPTER I. STATE OF THE ARGUMENT. [page] 1-3
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  12. „for every indication of contrivance, every manifestation of design, which existed in the watch, exists in the works of nature; with the difference, on the side of nature, of being greater and more, and that in a degree which exceeds all computation. I mean that the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism; and still more, if possible, do they go beyond them in number and variety; yet, in a multitude of cases, are not less evidently mechanical, not less evidently contrivances, not less evidently accommodated to their end, or suited to their office, than are the most perfect productions of human ingenuity. I know no better method of introducing so large a subject, than that of comparing a single thing with a single thing; an eye, for example, with a telescope. As far as the examination of the instrument goes, there is precisely the same proof that the eye was made for vision, as there is that the telescope was made for assisting it. They are made upon the same principles; both being adjusted to the laws by which the transmission and refraction of rays of light are regulated. I speak not of the origin of the laws themselves; but such laws being fixed, the construction, in both cases, is adapted to them.“ William Paley: 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1 - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 17-18
  13. [...]„the contrivances of nature surpass the contrivances of art, in the complexity, subtility, and curiosity of the mechanism;“ William Paley: 1809. Natural Theology: or, Evidences of the Existence and Attributes of the Deity. 12th edition London: Printed for J. Faulder., Digitized by and reproduced with the permission of the University of Michigan Digital Library Production Service. Reformatted by John van Wyhe 9.2006. RN1 - CHAPTER III. APPLICATION OF THE ARGUMENT. [page] 18
  14. Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent & Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 215-216
  15. Handbook of Christian Apologetics, HUNDREDS OF ANSWERS TO CRUCIAL QUESTIONS, Peter Kreeft & Ronald K. Tacelli, imprint of InterVarsity Press, Downers Grove, Illinois, S. 55+56
  16. Richard Swinburne, The Existence of God, Clarendon Press, Oxford 1979, Kapitel 8.
  17. Pixabay / Luminas_Art
  18. Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent & Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234-235
  19. 101030 ist eine 1 mit 1030, d. h. mit 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Nullen!
  20. Penrose, R., >Singularities and Time-Asymmetry<, in: Hawking, S. W. / Israel, W. (Hrsg.), General Relativity: An Einstein Centenary Survey, Cambridge University Press 1979, S. 581 ff.
  21. Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent & Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 234
  22. Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent & Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 246
  23. Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 281
  24. Leiter des Humangenomprojektes
  25. „When you look from the perspective of a scientist at the universe, it looks as if it knew we were coming. There are 15 constants -- the gravitational constant, various constants about the strong and weak nuclear force, etc. -- that have precise values. If any one of those constants was off by even one part in a million, or in some cases, by one part in a million million, the universe could not have actually come to the point where we see it. Matter would not have been able to coalesce, there would have been no galaxy, stars, planets or people.“ web.archive.org: Salon.com: The believer
  26. Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 162
  27. Frank Press und Raymons Siever: Earth. New York: W.H. Freeman, 1986, Dt.: „Allgemeine Geologie“, Spektrum Akadem. Verlag, 2003, S. 4
  28. Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer - Ein Journalist im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, GerthMedien, Originaltitel: The Case for a Creator, 2004 by Lee Strobel, Published by Zondervan Publishing House, Grand Rapids, Michigan 49530, USA, 2005 der deutschen Ausgabe by Gerth Medien GmbH, Asslar, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86591-012-2, S. 207-208
  29. Prof. Dr. Peter C. Hägele in einem Kolloquium für Physiklehrer am 11. Nov. 2003: Das kosmologische anthropische Prinzip - Die merkwürdige Feinabstimmung der Naturkonstanten (PDF-Datei)
  30. Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent & Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 247
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  32. Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent & Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 190+191
  33. „The first point is that the enormous usefulness of mathematics in the natural sciences is something bordering on the mysterious and that there is no rational explanation for it. Second, it is just this uncanny usefulness of mathematical concepts that raises the question of the uniqueness of our physical theories. In order to establish the first point, that mathematics plays an unreasonably important role in physics, it will be useful to say a few words on the question, "What is mathematics?", then, "What is physics?", then, how mathematics enters physical theories, and last, why the success of mathematics in its role in physics appears so baffling.” The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9, in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley & Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley & Sons, Inc.
  34. „The miracle of the appropriateness of the language of mathematics for the formulation of the laws of physics is a wonderful gift which we neither understand nor deserve.” The Unreasonable Effectiveness of Mathematics in the Natural Sciences - (PDF) S. 9, in: Communications in Pure and Applied Mathematics, Vol. 13, No. I (February 1960). New York: John Wiley & Sons, Inc. Copyright © 1960 by John Wiley & Sons, Inc.
  35. Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 164-165
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  37. Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent & Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 97
  38. Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S. 160-161
  39. Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution - ein klarer Fall, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, ISBN: 978-3-86353-746-3, S.171
  40. „If it could be demonstrated that any complex organ existed, which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down. But I can find out no such case.“ Charles Darwin: DIFFICULTIES OF THE THEORY - Modes of Transition. In: On the Origin of Species. 1872, Sixth Edition. The Project Gutenberg
  41. Cambridge University: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube
  42. Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 21
  43. Cambridge University: Malcolm Burrows - Screenshot bei YouTube
  44. Reinhard Junker, Schöpfung oder Evolution, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 2021, ISBN 978-3-86353-746-3, S. 44-45
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  46. d. h. um dem Auge des Betrachters Abwechslung zu bieten
  47. „The foregoing remarks lead me to say a few words on the protest lately made by some naturalists, against the utilitarian doctrine that every detail of structure has been produced for the good of its possessor. They believe that very many structures have been created for beauty in the eyes of man, or for mere variety. This doctrine, if true, would be absolutely fatal to my theory.“ Charles Darwin: On the Origin of Species by Means of Natural Selection, 2. Auflage, CHAPTER VI. Difficulties on Theory.
  48. „It is curious that I remember well time when the thought of the eye made me cold all over, but I have got over this stage of the complaint, & now small trifling particulars of structure often make me very uncomfortable. The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it, makes me sick!“ Charles Darwin, Darwin Correspondence Project: To Asa Gray 3 April 1860
  49. Der Schwanz eines männlichen Pfaus ist von spektakulärer Schönheit, da er mit leuchtend bunten, verschlungenen Mustern versehen ist. Die Schönheit der Pfauenfedern liegt, abgesehen von der prächtigen Gestaltung der Muster, in dem halbkreisförmigen Fächer, den sie bilden. Die Diskussion wird sich jedoch mehr auf die Muster der Pfauenfedern konzentrieren und darauf, wie sie mit der Fibonacci-Folge, dem Goldenen Schnitt und den fraktalen Beweisen zusammenhängen. Um die Pfauenfedern auf die oben genannten Kriterien hin untersuchen zu können, ist es wichtig, die Geschichte und das Konzept dieser Kriterien zu verstehen. / The tail of a male peacock contains spectacular beauty due to the presence of brightly colourerd intricate patterns. The beauty of the peacock feathers, apart from the magnificent design of the patterns, lies in the semi-circular fan that it makes. However, the discussion would be more focused on the patterns of the peacock feathers and as to how they relate to the fibonacci sequence, golden mean as well as the fractal evidences. In order to examine the peacock feathers for the above mentioned criteria, it is important that the history and concept of these criteria be understood. ResearchoMatic: Peacock Feather Patterns
  50. Reinhard Junker, DVD „Gottes Schönheit & Darwins Ärger“, Rezension von Reinhard Junker, Informationen aus der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, 1/22 Nr. 138, März 2022, S. 2
  51. „The peacock tail contains spectacular beauty because of the large feathers, bright, iridescent colours and intricate patterns. The colours in the tail feathers are produced by an optical effect called thin-film interference. The eye pattern has a high degree of brightness and precision because the colour-producing mechanisms contain an extremely high level of optimum design. According to the theory of sexual selection, the peacock tail has gradually evolved because the peahen selects beautiful males for mating. However, there is no satisfactory explanation of how the sexual selection cycle can start or why the peahen should prefer beautiful features. In addition, there is irreducible complexity in both the physical structure of the feather and in the beautiful patterns.“ Professor Stuart Burgess Biomimetics, Engineering (UK), Bristol University, Cambridge University and Liberty University in the USA in creation.com: The beauty of the peacock tail and the problems with the theory of sexual selection
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  53. Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 166
  54. Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 290
  55. „Most scientists who work on fundamental problems are deeply awed by the subtlety and beauty of nature. But not all of them arrive at the same interpretation of nature. While some are inspired to believe that there must be a meaning behind existence, others regard the universe as utterly pointless.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 197
  56. „Ich frage den unbiegsamsten Dogmatiker, ob der Beweis von der Fortdauer unserer Seele nach dem Tode aus der Einfachheit der Substanz, ob der von der Freiheit des Willens gegen den allgemeinen Mechanismus durch die subtilen, obzwar ohnmächtigen Unterscheidungen subjektiver und objektiver praktischer Notwendigkeit, oder ob der vom Dasein Gottes aus dem Begriffe eines allerrealsten Wesens, (der Zufälligkeit des Veränderlichen, und der Notwendigkeit eines ersten Bewegers,) nachdem sie von den Schulen ausgingen, jemals haben bis zum Publikum gelangen und auf dessen Überzeugung den mindesten Einfluß haben können? Ist dieses nun nicht geschehen, und kann es auch, wegen der Untauglichkeit des gemeinen Menschenverstandes zu so subtiler Spekulation, niemals erwartet werden; hat vielmehr, was das erstere betrifft, die jedem Menschen bemerkliche Anlage seiner Natur, durch das Zeitliche (als zu den Anlagen seiner ganzen Bestimmung unzulänglich) nie zufrieden gestellt werden zu können, die Hoffnung eines künftigen Lebens, in Ansehung des zweiten die bloße klare Darstellung der Pflichten im Gegensatze aller Ansprüche der Neigungen das Bewußtsein der Freiheit, und endlich, was das dritte anlangt, die herrliche Ordnung, Schönheit und Fürsorge, die allerwärts in der Natur hervorblickt, allein den Glauben an einen weisen und großen Welturheber, die sich aufs Publikum verbreitende Überzeugung, sofern sie auf Vernunftgründen beruht, ganz allein bewirken müssen: so bleibt ja nicht allein dieser Besitz ungestört, sondern er gewinnt vielmehr dadurch noch an Ansehen, daß die Schulen nunmehr belehrt werden, sich keine höhere und ausgebreitetere Einsicht in einem Punkte anzumaßen, der die allgemeine menschliche Angelegenheit betrifft, als diejenige ist, zu der die große (für uns achtungswürdigste) Menge auch eben so leicht gelangen kann, und sich also auf die Kultur dieser allgemein faßlichen und in moralischer Absicht hinreichenden Beweisgründe allein einzuschränken.“ Projekt Gutenberg: Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft - 2. Auflage - Vorwort
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  58. Paul Davies, Gott und die moderne Physik, englische Originalausgabe »God and the New Physics« bei J. M. Dent & Sons, London, genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1998, Übersetzung von Karl A. Klewer C. Bertelsmann Verlag, München 1986, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-4806-5, S. 192-193
  59. BibleHub: Interlinear Bible - Genesis 1
  60. BibleHub: Strong's Concordance7363. rachaph
  61. BibleHub: Genesis 1 - LXX
  62. Martin Schleske: Geigenbauer, Herztöne - Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH, Asslar, 3. Auflage, 2016, ISBN 978-3-86334-076-6, S. 46-48
  63. Donaukurier: Schauspielkomponist und Musikprofessor: Heinz Winbeck wird heute 70 Jahre alt - "Musik ist der stärkste Gottesbeweis", 10.02.2016
  64. „It is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.“ - wörtlich: „Es ist ein Märchen, das von einem Idioten erzählt wird, voll von Lärm und Wut, das nichts besagt.“ Shakespeare, Macbeth, 5. Aufzug, 5. Szene, zit. bei shakespeare-online.com
  65. Leonard Bernstein, The Joy of Music, New York, Simon and Schuster, 2004, S. 105
  66. Timothy Keller, WARUM GOTT? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Brunnen Verlag, Giessen, Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Reason for God: Belief in an Age of Scepticism, 2008, 7. Auflage 2016, 2010 Brunnen Verlag Gießen, ISBN 978-3-7655-2031-0, S. 165-166
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  68. „Now suppose that there is no God, and no personal immortality (personal immortality and God are one and the same an identical idea). Tell me then: Why am I to live decently and do good, if I die irrevocably here below ? If there is no immortality, I need but live out my appointed day, and let the rest go hang. And if that's really so (and if I am clever enough not to let myself be caught by the standing laws), why should I not kill, rob, steal, or at any rate live at the expense of others ? For I shall die, and all the rest will die and utterly vanish !“ Letters of Fyodor Michailovitch Dostoevsky to his Family and Friends, TRANSLATED BY ETHEL COLBURN MAYNE, London, Chatto & Windus, First edition, October, 1914, Second edition, re-set, November 1917, S. 222 (PDF), XXXIX, LXX, To N. L. Osmidov, PETERSBURG, February, 1878.
  69. C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons & Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 18-19
  70. C.S.Lewis, Pardon, ich bin Christ - Meine Argumente für den Glauben, Titel der englischen Originalausgabe: Mere Christianity, 1942, 1943, 1944 by C. S. Lewis 1955 erschienen bei William Collins Sons & Co. Ltd., Glasgow, 9. Taschenbuchauflage, 1977, Brunnen-Verlag Basel, ISBN 3 7655 3150 2, S. 32-36
  71. Manfred Lütz, GOTT Eine kleine Geschichte des Größten, Knaur Taschenbuch Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-426-78164-7, S. 168-169 + 170-171
  72. Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 283
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  74. Einsteins Marmor: Eine Studie über Kosmologie und Design von Holger van den Boom, S. 30 Google Books
  75. Thomas Nagel, What Is It Like to Be a Bat?, The Philosophical Review, Vol. 83, No. 4 (Oct., 1974), pp. 435-450 (16 pages), Published By: Duke University Press - What Is It Like to Be a Bat (PDF)
  76. David Bentley Hart, The Experience of God. Being, Consciousness, Bliss, Yale University Press, New Haven 2013, ISBN 978-0-30016-684-2, S. 172-201
  77. Timothy Keller GLAUBEN WOZU? Religion im Zeitalter der Skepsis, Titel der amerikanischen Originalausgabe: Making Sense of God: An Invitation to the Skeptical 2016 by Timothy Keller Published by Viking, an imprint of Penguin Random House LLC, New York, USA, 2019 Brunnen Verlag GmbH Gießen, ISBN 978-3-7655-0715-1, S. 285-286
  78. „The very fact that the universe is creative, and that the laws have permitted complex structures to emerge and develop to the point of consciousness — in other words, that the universe has organized its own self-awareness — is for me powerful evidence that there is ‘something going on’ behind it all. The impression of design is overwhelming. Science may explain all the processes whereby the universe evolves its own destiny, but that still leaves room for there to be a meaning behind existence.“ Paul Davies, The Cosmic Blueprint: New Discoveries In Natures Ability To Order Universe, Orion Productions, Simon and Schuster Inc., 1988, New York, ISBN 0-671-60233-0, S. 203
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  80. Alvin Plantinga, Is Naturalism Irrational?, Warrant and Proper Function, Oxford University Press, 2000, S. 219
  81. „Plantinga argues that naturalism is self-defeating because if our cognitive faculties have evolved by naturalistic processes, they are aimed, not at truth, but at survival, and so cannot be relied on to produce true beliefs. Since on materialism our mental states have absolutely no effect on our brain states, the content of our beliefs is irrelevant to our survivability. But if we cannot rely on our cognitive faculties to produce true beliefs, then the belief in naturalism is itself undermined, since it has been produced by those very cognitive faculties. Plantinga’s argument can be simply formulated as follows: 1. The probability that our cognitive faculties are reliable, given naturalism and evolution, is low. 2. If someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable. 
3. If someone has a defeater for the belief that his cognitive faculties are reliable, then he has a defeater for any belief produced by his cognitive faculties (including his belief in naturalism and evolution). 
4. Therefore, if someone believes in naturalism and evolution and sees that, therefore, the probability of his cognitive faculties’ being reliable is low, then he has a defeater for his belief in naturalism and evolution. Conclusion: Naturalism and evolution cannot be rationally accepted.“ William Lane Craig, #707 Plantinga’s Evolutionary Argument against Naturalism, 08.11.2020